Berliner Sparkasse bittet um Gespräche

20 Okt

Per Mail versendet worden:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hallo Occupy-Bewegung,

Sie befassen sich derzeit in vielen Aktionen intensiv
mit der Finanzwirtschaft. Dies ist ein Thema, mit dem
wir uns naturgemäß auch intensiv auseinander setzen.
Als Sparkassen sind wir Teil der Finanzwirtschaft,
unterscheiden uns aber teilweise in unseren Strukturen
und Geschäftspolitik von Banken. Das führt zum teil
auch zu abweichende Positionen hinsichtlich der Beurteilung
und Regulierungsansätze der internationalen Finanzmärkte..

Vor diesem Hintergrund möchten wir Ihnen gerne ein
Gespräch zum Meinungs- und Informationsaustausch anbieten.
Das könnte in unserem Hause auch auf Leitungsebene
stattfinden. Da wir keine Verantwortlichen identifizieren
können, wären wir Ihnen dankbar, wenn verantwortliche
Personen Ihrer Bewegung mit uns Kontakt aufnehmen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Achilles
Leiter Kommunikation und Medien

Deutscher Sparkassen- und Giroverband
Charlottenstraße 47
10117 Berlin

Telefon +4930202255100
Faxnummer +4930202255105

christian.achilles@dsgv.de
http://www.dsgv.de

Original zu sehen auf:

http://occupyreichstag.blogsport.de/

15 Antworten to “Berliner Sparkasse bittet um Gespräche”

  1. phil Oktober 20, 2011 um 2:29 pm #

    kurzer hinweis: der dsgv ist nicht die berliner sparkasse, sondern steht für den „deutschen sparkassen- und giroverband“ und damit der dachverband ALLER deutschen sparkassen.

  2. xonra Oktober 20, 2011 um 3:28 pm #

    Die Berliner Sparkassse (Mitglied im dsgv) hat zum 1 November 2011 die Kontoführungskosten für Guthabenkonten von 2,- auf 5,50 Euro erhöht. „Wem das nicht passt, der kann sich ja woanders umschauen“. Gesagt getan. Bei der GLS Bank wirbt u.a. mit „Menschlichkeit“ angefragt und abgewiesen worden. Auch die DKB AG mag keine Menschen mit Eidesstattlicher Versicherung als Kunden.

    • Test Oktober 20, 2011 um 9:50 pm #

      Es gibt z.b noch die Ethikbank http://www.ethikbank.de/ – diese gehört zu den Volks und Raiffeisenbanken – investiert aber (eigene Angaben) nach Ethischen Grundsätzen… – ansonsten gibt es noch die PSD Bank http://www.psd-bank.de die sozial agieren soll… – das Zinssystem befolgen sie (beide) aber trotzdem…

      In der Heutigen Vollversammlung (Asche auf mein Haupt – aber ich benutzte diesen Begriff) – gab es zudem noch jemand, der Bernd Senf erwähnte… und meinte man sollte sich mit diesem bzw. seiner Kritik und Ideen, beschäftigen…

      Bernd Senf – ist mir persönlich seit Beginn der Finanzkrise ein Begriff – da er in vielen Dokus und Vorträgen zum Geldsystem erscheint… (Einfach mal Namen Eingeben und Suchen)

      Dazu muß man aber (sofern Ihr das noch nicht gemacht hab) – ein bisschen über das Geldsystem an sich wissen… – es gibt auf Youtube ein Video namens „Wie funktioniert Geld?“ http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ

      Meiner Meinung, wird das „Grundproblem“ dort sehr gut beschrieben, – aber Ihr solltet solche Informationen natürlich „Gegenchecken“ – damit Ihr für Euch beurteilen könnt – ob Ihr das so glaubt oder nicht. Seid immer „Wachsam“ und schaut ob eine Doku mit eurer Lebenserfahrung übereinstimmt… – und glaubt nichts einfach so… – Interessant, ist auch der Wörgeldollar (Ein Regionales Geld mit Verfallsdatum) siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Regiogeld

      – Das Problem, mit Teilen solcher Dokus (Zeitgeist, etc…) ist, das man – sofern man wie ich, oft ähnliches anklickt, sich die Grenzen zwischen Doku und Verschwörungstheorie, schnell vermischen, – und dann landet man auf Seiten, die irgendwo zwischen Scientologie und NPD agieren – ohne aber das dies sofort offensichtlich ist… Da wird ein Teil Wahrheit, mit etwas anderem kombiniert… – ich nehme mal an, deswegen werden auch „Gruppen“ wie z.b. eine 9/11 Untersuchung vorgeschlagen… und ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll…

      Auch eine Position zum Geldsystem zu beziehen und Lösungsansätze zu erarbeiten, – ist nicht unbedingt einfach… – wenn man nicht das nötige Hintergrundwissen hat… – Sicherlich hat da jeder eigene Ideen, oder unterstützt schon vorhandene, – wie zum Beispiel das Bedingungslose Grundeinkommen – Abschaffung aller Zinsen, etc… Aber wer hat jetzt schon Wirtschaft studiert (also sich mit den Ökonomielehren beschäftigt) und gleichzeitig, Karl-Marx oder das Kommunistische Manifest gelesen…

      Bevor die Assembla über sowas entscheidet – müssten Themenbezogene Infoverantstaltungen her – die Objektiv die Bestehenden Erklärungs und Lösungsmodelle vortragen… – damit „alle“ wirklich wissen – worüber Sie entscheiden – und was die Möglichkeiten und Konsequenzen sind… Am besten würden wohl Pro und Contra Listen (nach Ethisch moralischen Grundsätzen) helfen – da einen Überblick zu schaffen… – ich selbst wüsste zwar schon wie ich bei was abstimme – aber ich weise lieber trotzdem darauf hin…

      – Wir bräuchten wohl eine Leinwand und einen Oh-Projektor / Beamer – oder eine große Tafel für sowas… Nach abwegen von Pro und Contras, sollte dann noch (in der Dokumentation) erwähnt werden, warum man sich für A oder B entschieden hat – damit es jeder andere Nachvollziehen kann…

      Jetzt werde ich noch mehr „Offtopic“ – sorry… – und mache den Vorschlag einer Mindmap… – also eine Karte der Gedanken – auf dieser kann man dann alles Schreiben, was einem zu einem Thema, einfällt, gefällt oder missfällt – so lassen sich Themen rausfinden, die den Menschen besonders wichtig sind… – Diese Themen können dann in Arbeitsgruppen – verbunden, sortiert und behandelt werden… – dies ließe sich Online – oder mit Stift und Papier bewerkstelligen… – das schöne, – jeder kann jederzeit – Dinge dazuschreiben, – sodaß die Mindmap sich ständig verändert…

      … danke, wenn Ihr es bis hier geschafft habt…

      • Marco Oktober 23, 2011 um 7:30 pm #

        Wow, ja gute Gedanken. Mein eigenes Laientum zu Grundeinkommen, Zinsezins und Co. macht mir doch etwas zu schaffen. Da sind nur Bauchgefühle.

      • x Oktober 26, 2011 um 3:17 am #

        solange es kapitalismus gibt, machen auch die banken profit. wie geht das anders als über zinsen ?

  3. Daniel Oktober 20, 2011 um 6:05 pm #

    Und den Landesbanken! Also genau den Banken, die echtes Staatsgeld in Form von Kapitalerhöhungen bekommen haben. Nicht blos Bürgschaften, sondern sofort fällige Euros, die jetzt in den Kassen vom Bund und den Ländern fehlt.
    Zum Investmentbanking nur soviel: die WestLB hatte kein tragfähiges Konzept und hat sich mit dem Handel von VW und BMW-Aktien derbe verzockt.

    Also genau die richtigen Gesprächspartner. NICHT!

    • Anon? Oktober 20, 2011 um 8:02 pm #

      Ich habe Ihm kurz erklärt, dass auch wir keine Verantwortlichen ausmachen können und ihn einfach mal zur Asamblea eingeladen.. Falls er oder jemand anderes tatsächlich dort aufschlagen sollte, sollten wir ihm, wie jedem Anderen, mit Respekt begegnen.

      • blub Oktober 20, 2011 um 8:45 pm #

        „Können“ weil wir uns an den vereinbarten Prinzipien orientieren, oder doch eher „wollen“, da alles andere keine wirkliche Veränderung sein würde und der typische Repräsentantenquark wäre?

  4. mirantes Oktober 20, 2011 um 9:02 pm #

    Laut Frontal 21 spekuliert auch die Sparkasse auf Lebensmittelpreise. Vielleicht mag sie sich ja dazu äußern?
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1470042/Spekulanten-treiben-Lebensmittelpreise

    (vgl. Minute 5:30)

  5. Anon? Oktober 21, 2011 um 6:55 am #

    Sehr geehrter Herr *censored*,

    herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich werde heute um 17.00 Uhr an dem
    Treffen vor dem Reichstag teilnehmen und versuchen, dort eine Absprache zu
    treffen. Wir streben dann einen umfassenderen Gesprächstermin mit
    Vertretern Ihrer Bewegung an, bei dem wir gerne etwas Zeit einsetzen
    würden. Hierzu würden wir gerne ein Vorgespräch mit Verantwortlichen oder
    Beauftragten führen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christian Achilles
    Leiter Kommunikation und Medien

    Deutscher Sparkassen- und Giroverband
    Charlottenstraße 47
    10117 Berlin

    Telefon +4930202255100
    Faxnummer +4930202255105

    pls spread!

  6. Anon? Oktober 21, 2011 um 7:29 am #

    @blub:

    Können, weil es niemanden gibt, der für die gesamte Gruppe sprechen kann!

    Ich habe ihm nochmals folgendes geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Achilles,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich möchte Sie nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich die Gruppe dagegen sträubt, Verantwortliche zu benennen, weil es einer Einzelperson schlichtweg nicht möglich ist, für die gesamte Gruppe zu sprechen. Die Gruppe scheint sich, meiner Ansicht nacht, einig darüber zu sein, dass das Repräsentationsprinzip überholt ist.

    Die Gruppe trifft sich (auch aus rechtlichen Gründen) nicht als Gruppe im eigentlichen Sinne, sondern als zufällige Zusammenkunft von Individuen. Die Beweggründe der einzelnen Personen sind dabei völlig unterschiedlich. Die Gruppe ist in „Detailfragen“ ausgesprochen heterogen. Mir ist nicht ganz klar, was sie dazu motiviert, mit der Gruppe ein Gespräch führen zu wollen. Sollten Sie an der Meinung der gesamten Gruppe interessiert sein, so können Sie diese ausschließlich in der Versammlung erfahren. Ein Treffen mit Einzelpersonen würde nur dazu führen, dass sie Einblicke in deren individuelle Ansicht erhalten. Verschiedene Strömungen innerhalb der Gruppe sind noch nicht auszumachen.

    Bitte bedenken Sie, dass sich die Gruppe nicht für dumm verkaufen lässt. Bereits jetzt laufen Recherchearbeiten einzelner Personen auf Hochtouren, sodass es dau kommen kann, dass Sie der ein oder anderen, für Sie unangenehmen (aber berechtigten) Frage ausgesetzt sein könnten.

    Ich habe versucht, mich an gestern ausgemachten Grundsätze zu halten.

  7. Jwiedmann Oktober 22, 2011 um 4:00 am #

    Das Problem, bei allem nötigen Respekt ist doch dieses: Ohne Organisation und Repräsentation ist nichts zu bewegen. Ich kann gut verstehen, dass viele der Occupy Bewegung dem negativ gegenüber stehen. Praktisch jede Repräsentation wurde mißbraucht. Dennoch gibt es ja keine Alternative! Wir leben ja nicht in einem Macht-Vakuum. D.h. Gruppen haben Macht, Banken, Interessenverbände, mithin Politiker. Dieser Macht kann man zwar in einer Demo zeigen, dass die berühmten 99% dagegen sind, es gibt aber faktisch nur drei Alternativen:

    1. Die Occupy Bewegung begnügt sich mit einem schwammigen Dagegensein, hat keine Vertreter, mit der Folge, dass die die jetzt die Macht haben wieder allein die Zukunft auskungeln. Vielleicht ein paar symbolische Zugeständnisse.

    2. Es gibt eine Organisation und Vertreter, die an echten Reformen partizipieren, ähnlich wie in den Runden Tischen der DDR-Wendezeit.

    3. Es gibt den berühmten „Knall“ und das ganze System geht unter. Revolution.

    Mehr mögliche Szenarien gibt es nicht. Darüber muss man sich hier im Klaren sein. Ich persönlich würde die Lösung 2, Runde Tische, wünschen. Statt dass Politiker dauernd „Experten“ berufen, wird das Volk berufen angehört zu werden. Das wäre mal ein erster Schritt. Volksentscheide zu allen Fragen von EU, EURO, Schuldenunion und dergleichen in Deutschland wäre mal ein zweiter Schritt, damit hier ENDLICH unser Volk auch mal über diese Dinge SELBST entscheiden kann. Was uns ja leider völlig vorenthalten wurde. Gerade die Erlebnisse der DDR Wendezeit ist hier lehrreich. Die Anhänger der DDR Wende Bewegung sind ja recht schnell von der Bildfläche verschwunden, und von den West Parteien geschickt ausmanövriert worden, eben weil man in der DDR Demokraite-Bewegung ebenso naiv war wie viele in in der Occupy Bewegung. Man kann, polemisch gesagt, Macht und mit Macht bekämpfen. Und die braucht Zielrichtung und Organisation. Sonst kann eine Protestbewegung zwar das Alte beseitigen, wenn sie stark genug wird, aber das Neue werden dann jede kontrollieren, die besser organisiert sind, also unter heutigen Umständen die Mächte, die auch jetzt schon die Macht haben.

    Repräsentation ist auch das Wesen der Demokratie. Wir leben nun mal in einem Land von 80 Millionen Menschen, da geht Demokratie nicht anders. Man kann diese ja an Mandate binden und deren Handlungen durch die Basis ausrichten. Anders als die jetzige sog. „Gewissensfreiheit“ der Parlamentarier, die nur dazu führt, dass die machen was ihnen paßt. Die einzige Alternative zur Repräsentation ist die Autorität, und ich glaube kaum, dass die hier einer will.😉

    Die Zeit ist JETZT zu nutzen, wo der Druck groß genug ist, und Menschen aufgrund der Krise zu mobilisieren wären. Es wäre traurig, wenn dies aufgrund von Egoismen scheitern würde.

    • oni Oktober 24, 2011 um 10:28 am #

      Ich bin genau deiner Meinung. Aber ich glaube kaum, dass sich da was entwickelt. In jeder ähnlichen Aktion die ich bisher erlebt habe gab es höchstens täglich wechselnde Repräsentanten, die auch nicht mit einem richtigen Verhandlungsmandat ausgestattet waren. So wurde zwar am Ende vielleicht etwas ausgehandelt, aber weil keine Strukturen da waren um das nachzuverfolgen ist das Verhandlungsergebnis dann ignoriert worden.

  8. sombrero361 Oktober 22, 2011 um 7:06 pm #

    Ich war gestern nicht bei der Assamblea. War den der Herr vom Dsgv da? Kann jemand ggf. berichten?

  9. Test Oktober 23, 2011 um 12:36 pm #

    Auch wenn ich hier, nicht mehr posten wollte (Solange hier Zentrale Webseite der Bewegung steht, – und sich die Autoren nicht von Ihren Mobbing aussagen unter „Wir sind gegen Forderungen gegenüber Menschen“ distanzieren)

    Wir bedanken uns bei Dir und werden weitere Inhalte,
    die diesem Anspruch gerecht werden nun nicht mehr
    veröffentlichen.

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