Wir sind gegen Forderungen gegenüber Menschen

20 Okt

Lieber Flow/Florian,
wir haben deine Zeilen gelesen und geben Dir, und
zwar nur Dir, folgende Antworten darauf:

1. In unseren Gefilden nennt man solche Treffen
Versammlungen.

2. Wer was bestimmt und was nicht, ist nicht deine
Aufgabe und auch nicht unsere. Jeder Mensch ist
für sich selber verantwortlich und brauch keinen
Wortführer, lieber Flow/Florian.

3.  Es scheint deinem Charakter zu entsprechen, etwas
Aufmerksamkeit haben zu wollen. Anders können wir
deine eklatanten Versuche, etwas „Ruhm“ erhaschen
zu wollen, nicht interpretieren.

Du solltest vielleicht in die Politik gehen. Dort
werden solche „Hijacker“ immer wieder dringend
gesucht und, das ist für dich wahrscheinlich am
angenehmsten, hofiert.

4. Anderen Menschen vorschreiben zu wollen, was sie
zu tun und zu lassen haben, zeigt deine menschliche
Reife.

5. Unsere Kommunikation ist gewollt und zielt darauf
aus, die Selbstständigkeit der Menschen zu fördern.

6. Wir akzeptieren sehr wohl, dein „kann und will ich
das nicht mehr länger tolerieren.“.Selbstverständlich
werden wir auch weiterhin so entscheiden, wie WIR
DENKEN handeln zu wollen.

Intolerantes Verhalten überlassen wir sehr gerne
deiner Person, lieber Flow/Florian

7. Du kannst sehr gerne fordern, was Dir dein Herz und
Verstand flüstert, bitte zwinge aber niemand anderen
deinen Willen auf.

8. Du warst also am, 15.10 und am 16.10 nicht dabei
und möchtest nun also erfahren, was da so passiert
ist. Kein Problem, frage doch einfach die Menschen,
die dort waren und demonstriert haben.

Und im Vorfeld hast Du sicherlich auch an keinem
Treffen der unterschiedlichsten Gruppen teilgenommen.
Tja, ist schon ärgerlich, wenn Mensch dann versucht,
die Leitung zu übernehmen. Klappt diesmal wohl nicht.

9. Lieber Florian, wir, als Menschen müssen höchst
wahrscheinlich nur einer Tatsache folgen – dem Tod.
Ansonsten sind wir frei und agieren im Raum der
Menschlichkeit, Solidarität und Gemeinschaft.

10. Ist schon blöd, wenn Parteien und ihre Truppen
erkannt werden. Da würden wir uns auch künstlich
darüber aufregen. Jeder Mensch, der davon nicht
betroffen ist, würde keine Sekunde darüber nachdenken,
geschweige denn, sich „stark verletzt fühlen“.

Das nennt Mensch einfache Logik.

Tja, und zu guter Letzt, kommen wieder Forderungen
über Forderungen.

Lieber Florian/flow. Wir stellen mit Bedauern fest,
dass Du anscheinend immer noch nicht begriffen hast,
was wir Menschen nicht mehr wollen.

Wir wollen keine Anführer mehr.
Wir wollen keine Heuchler mehr.
Wir wollen keine Lügen mehr.
Wir wollen keine Machtbesessenen Menschen mehr.
Wir wollen keine „eine Kommunikationsebene“ mehr.

Wir wollen eine Gemeinschaft, die sich aus sich selbst
heraus bildet und formt. In Solidarität und Gemeinwohl.

Wir wollen über unser Leben selber bestimmen.

Wir wollen eine funktionierende Infrastruktur.

Wir wollen Mensch sein – nicht mehr und nicht weniger.

9 Antworten to “Wir sind gegen Forderungen gegenüber Menschen”

  1. a. Oktober 20, 2011 um 11:11 am #

    Und ihr seid gar nicht eitel? Dafür benutzt ihr aber einen ganz schön großen Lautsprecher. Natürlich ist eure Arbeit für die „Infrastruktur“ extrem verdinstvoll, verdient Anerkennung, Solidarität und sogar „Aufmerksamkeit“. Aber deshalb seid ihr doch nicht unkritisierbar. Auch „Infrastrktur“ ist schließlich nicht standpunktfrei.

  2. Enkidu Ch. Leyendecker Oktober 20, 2011 um 11:47 am #

    Ich sehe das ähnlich: wer genau seit ihr / wir etc. Florian ist eine Person, und deshalb leicht zu bashen. „Ihr“ wiederum seit eine – mir unbekannte, namenlose Gruppe, ohne Gesicht, nicht angreifbar und ihr sprecht genauso wenig für mich wie Florian! Aber mit Ihm kann ich mich von Angesicht zu Angesicht unterhalten – auch um meine Meinungsunterschiede mit ihm zu klären! Ich möchte das gerne auch persönlich mit euch / dir tun! Wenn ihr „im Namen der occupy Bewegung“ Florian abmahnt, und dann auch noch öffentlich, per Twitter und Blog ohne mit ihm und uns vorab ein Gespräch zu führen, fühle ich mich persönlich wohl eher weniger von euch repräsentiert! So haben wir das nie gemacht! Wir reden miteinander und nicht übereinander, oder?

    • occupyberlin Oktober 20, 2011 um 11:53 am #

      Wir haben nicht einmal „im Namen der occupy-Bewegung“ gesprochen und werden wir auch in Zukunft nicht machen.

      • Flow Oktober 20, 2011 um 12:07 pm #

        Solange Ihr auf Eurem Blog in Grossbuchstaben stehen habt: „ZENTRALE SEITE DER BERLINER BEWEGUNG“ werde ich mich mit Euch – hier in der Netzöffentlichkeit – nicht mehr beschäftigen.

        Alle weiteren Online Posts / Tweets von Euch werde ich ignorieren – egal was für Unwahrheiten oder persönliche Angriffe (Ihr nennt mich u.a. Lügner, Heuchler, Trittbrettfahrer, dubios, Sprecher der Bewegung…).

        Danke an Enkidu Ch. Leyendecker: Du sprichst mir aus der Seele! Danke an a.: Punklandung!

        Weiterhin gesprächs- und dialogbereit – aber bitte Face-to-Face oder in der Asamblea vor dem Reichstag. Bis gleich?😉

        Herzliche Grüße,
        flow

      • occupyberlin Oktober 20, 2011 um 12:11 pm #

        Sowas nennt man Legendenbildung, unser lieber Flow/Florian. Wo stehen deine Beschuldigungen ? Genau, nirgendwo.

        Du möchtest deine 15 Minuten Aufmerksamkeit – bitte schön.

  3. Test Oktober 20, 2011 um 1:44 pm #

    – aus Persönlicher Sichtweise:

    Thread:
    https://occupyberlin.wordpress.com/2011/10/18/trittbrettfahrer-marketingexperten-und-sonstiger-blodsinn

    – ich trete Nina Hagen wohl (ausversehen) mehr oder weniger auf den Fuß….
    – Flow (falls es derselbe ist) – verwechselt mich – mit irgendjemanden – und teilt daraufhin aus (auch im Namen der Bewegung)
    – ich berichtige / Begründe meine Meinung
    – Flow – macht nen Rückzieher
    – Ihr (oder einer ???) ??? „disst“ Flow…

    Ich glaube wir brauchen mehr kollektive Umarmung…
    – Vielleicht kann man Kritik auch Konstruktiver gestalten…

    @Flow – wenn wir dieses Konsensprinzip halten, wollen (und zwar für viele) – müssen wir auch in der Lage sein, – in einer Öffentlichen Disskussion mit „weniger“ Teilnehmern einen Konsens zu finden…

    @Threadersteller – das gilt auch für Euch !
    Also überdenkt eure Aussagen – und überlegt ob diese förderlich sind, einen Konsens mit Flow zu finden – sowie ich diesen auch mit Ihm und Euch finden muß – sonst ist das ganze zum scheitern verurteilt…

    – Abgesehen davon bin ich sehr für Disskusionen auf Webseiten, – da diese mehr Menschen erreichen…

    • Flow Oktober 20, 2011 um 7:37 pm #

      @Test: Das klärt alles. Da sind wir wieder zusammen im Konsens. Gut und klar für mich formuliert.

      Und cool, dass wir heute in der Asamblea auch persönlich zusammengekommen sind. Fand ich richtig gut!

  4. malnefrage Oktober 21, 2011 um 9:14 am #

    worauf bezieht sich denn dieser Artikel, der Anfang der Diskusion ist mir nicht ersichtlich nur eure reaktion.

    • Test Oktober 21, 2011 um 8:59 pm #

      Hoffe Du meinst mir Eure Reaktionen – die der Kommentare…

      Der Artikel – welcher keiner ist – da eher mehr oder weniger „Hetzpropaganda“ ist (zumindest meines Empfindes nach) – bezieht sich – glaube ich auf
      ein Interview das Flo (obwohl er nur für sich selbst sprach) gegeben hat… – oder auf die Diskussion die ich unter „Trittbrettfahrer“ mit Ihm hatte… – das ist mir nicht ganz klar…

      @ADMIN !!! – Könnt Ihr Euch nicht einfach entschuldigen, einen Konsens finden, – und den Webseitentitel – von Zentral nach Dezentral ändern ??? – Fall nicht, ist das auch mein letzter Kommentar hier….

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